Mittwoch, 25. Oktober 2017

Interview mit Ellen Dunne

Super süß wie Birnen Cider!

Ein Interview mit Ellen Dunne auf der Frankfurter Buchmesse 2017!


Ihr könnt euch nicht vorstellen wie nervös ich war.
Mein aller erstes Interview für meinen Blog und für euch, das wollte ich natürlich gut machen.
Auf Ellen wurde ich durch Facebook aufmerksam. Wir haben ein paar mal geschrieben und schnell unsere gemeinsame Liebe zu Irland entdeckt.
Ellen veranstaltete eine Live Lesung über ihre Facebook Seite, diese findet ihr hier: zur Lesung
Danach war mir klar, ich muss ihr neues Buch, Harte Landung lesen. Es handelt sich um einen Kriminalroman, der zum Teil auch in Dublin spielt.
Ihr kennt mich Krimi und Thriller Fan und dann auch noch in Irland….
Schließlich wurde ich ganz mutig und habe Ellen gefragt, ob sie denn ein Interview mit mir machen würde. Ich wollte einfach mehr über diese im Internet so sympathische Frau erfahren.
Ellen stimmte sofort zu und schnell war ein Termin gefunden.
Im Internet mit jemand zu schreiben ist wirklich anders, als demjenigen dann leibhaftig gegenüber zu sitzen. Ihr war plötzlich so nervös, unglaublich.
Doch nun genug von mir. Hier das Interview mit Ellen Dunne. Viel Spaß!!!


Steffie: Kannst du in drei kurzen Sätzen beschreiben, wer ist Ellen Dunne, einfach für die Leser, die dich noch nicht kennen.
Ellen: Ich bin Österreicherin. Seit 2004 lebe ich mit Unterbrechung in Irland. Und ja, ich habe eine große Leidenschaft für Irland - und für das Schreiben natürlich.

Steffie: Ich habe auf deiner Homepage gelesen, dass du als Jugendliche schon geschrieben hast, aber alles in der Schublade ist.
(Ellen schmunzelt)
Ellen: Ja das stimmt, alles was ich zwischen 12 und 17 geschrieben habe, liegt zu Recht in der Schublade.
Aber die erste Version von meinem ersten Roman »Wie du mir« habe ich mit 17 begonnen. Der erschien letztendlich 2011 bei einem kleinen Verlag. Ich habe nur immer und immer wieder umgeschrieben, bis die Geschichte gut genug war.

Steffie: Was hast du denn so gelesen, als du Jugendliche warst? Hat dich da was besonders inspiriert oder hast du Querbeet gelesen?
Ellen: ALLES! Mit 14 habe ich viel Stephen King und anderen Horror gelesen aber auch viel zeitgenössische Literatur, gar nicht so viel Spannungsromane oder Krimis.

Steffie: Du lebst in Irland. Wie kam es zu dieser Irland Liebe?
Ellen: Ich hatte mit 16 einen Film im Kino gesehen. Darin ging es um den nordirischen Konflikt. Ich fand den Film wahnsinnig beeindruckend und wollte danach alles über das Thema wissen. Dann habe ich darüber gelesen, gelesen, gelesen. Mein Interesse an Irland als Land kam erst nach.

Steffie: Das wäre dann auch meine nächste Frage gewesen wie kam es zu dem politischen Interesse?
Ellen: Eben durch diesen Film, den ich erwähnt habe. Der hieß im Namen des Vaters.
Vielleicht wäre es – mein Interesse an Irland später anders ausgelöst worden, aber ja der eigentliche Auslöser war dieser Film.

 Steffie: Was genau fasziniert dich so sehr, an dem Nordirlandkonflikt?

Ellen: Die Einzelschicksale. Im Namen des Vater hatte genau das zum Thema, wie ein politisches System die Leben von normalen Menschen ruiniert. Das hat mich schon immer interessiert. Was macht ein brutales System mit normalen Menschen.
Ich verfolge den Konflikt immer noch. Er ist ja eigentlich kein Konflikt mehr, ein sogenannter Friedensprozess, der schon weit fortgeschritten ist. Ich verfolge ihn immer noch, gerade auch seit dem Brexit-Referendum. Die nordirische Zukunft ist dadurch unsicherer.

Steffie: Bist du mal konfrontiert worden. Also warst du mal in Nordirland, standest du auch mal an der Grenze und hast die Uniformierten gesehen?

Ellen: Nur eine kleine Anekdote. 2003 waren mein Mann und ich im Sommer in Nordirland. Es war Marching Season, in der Märsche mit Kapellen der protestantischen Bevölkerung stattfinden, und Teile der katholischen Bevölkerung dagegen protestieren. Man konnte die Spannung spüren. Wir waren im Osten von Belfast und mein Mann, schoss ein Foto von einem Mauer Gemälde. Plötzlich kam ein Mann aus einem Pub gelaufen und sprach meinen Mann an: warum er da ein Foto machte? Wir mussten ihm dann erklären, dass wir aus Österreich kommen und nur Touristen sind, dann war alles wieder in Ordnung. Aber man kann Belfast als Tourist bedenkenlos besuchen.

Steffie: Jetzt wollte ich mal wieder so ein wenig auf die Bücher zurück kommen und fragen, gibt es für dich irgendwelche literarischen Vorbilder?
Ellen: Ich lese sehr gerne allgemeine Literatur. Meine Favoriten wechseln. Alice Munro, Arundhati Roy und im Augenblick begeistert mich Elena Ferrante. Aber auch die Österreicher Arno Geiger, Robert Seethaler und Eva Menasse mag ich sehr.
Im Bereich Spannung lese ich gerne die angelsächsischen Autor/innen, weil sie es so gut verstehen, Spannung, Düsternis und Witz zu verbinden. Derzeitige Favoriten sind hier klar Adrian McKinty mit seiner Sean Duffy-Reihe und Tana Frenchs Dublin Murder Squad Reihe, aber auch die Jackson Brodie-Serie von Kate Atkinson. Bei den deutschsprachigen Spannungsautoren mag ich sehr gerne Friedrich Ani, Simone Buchholz und Oliver Bottini.

Steffie: Kommen wir zu Patsy zurück. Ich habe mir ja die Klappentexte von deinen anderen Büchern durchgelesen und dachte mir, IRA Konflikt, das ist schon alles recht düster. Von Patsy hast du in deiner Lesung sehr fröhlich erzählt. Ist das dann ein netterer Krimi, wenn man das so sagen darf, oder wie kam sie so in deinen Kopf? Oder treffen wir da auch wieder auf politische Konflikte?
Ellen: Nicht auf klassisch politische Konflikte, nein. Ich würde aber nicht sagen, dass es netter ist. Das Setting der Geschichte ist vordergründiger heiterer. In der Online Branche wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass alle freundlich miteinander umgehen. Fröhliche Feste, schöne Farben, tolle Büros…. Es ist eine nach außen hin sehr leichte Branche. Sie ist aber knallhart. Die Abgründe sind nur gut versteckt. Patsy ist auch eine die das Leben nicht so ernst nimmt. Sie versucht auch schlimme Dinge etwas leichter zu nehmen und das zieht sich durch das Buch.

Steffie: Hat dir das geholfen, dass du in Irland lebst, um sie zu erschaffen?
Ellen: Natürlich ja. Ich glaub das ist so ein Zwischending. Sie vereint für mich deutsche und irische Tugenden. Ich habe ja auch zwei Jahre in Deutschland gelebt. Patsy ist diese Mischung aus Erfahrungen, die ich in beiden Ländern gemacht habe. Sie ist sehr gewissenhaft aber nimmt vieles doch leicht. Sie ist eine Mischung aus Deutschland und Irland.

Steffie: Ist abzusehen wie viele Fälle sie haben wird?
Ellen: Gerade arbeite ich am zweiten Fall. Er erscheint im Herbst 2018
Für das dritte habe ich eine Story im Kopf, danach sehen wir weiter. Die Reihe ist sehr stark an Patsy persönlich gebunden. So lange ihre Geschichte interessant bleibt, wird es wohl weitergehen.

Steffie: Jetzt habe ich eigentlich nur noch eine allerletzte Frage. Zu sehr wollte ich dich ja nun auch nicht bombardieren mit Fragen und wollte noch was witziges zum Abschluss haben.
Du lebst jetzt schon so lange in Irland, wenn du dich mit einem irischen Getränk beschreiben könntest, welches wärst du?
Ellen: (nach längerem Überlegen). Ich würde sagen, Birnen Cider. Bulmers Pear. Süß und leicht zu trinken und haut dann doch richtig rein.

Beide müssen wir herzlich lachen. Ja das Interview ist schon vorbei und ich sage auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank, liebe Ellen. Es hat unglaublich Spaß gemacht. Thanks a million (wie die guten Iren sagen) für die Zeit mit dir. Ich bin mehr als gespannt darauf Patsy kennenzulernen.

Ich hoffe euch hat das Interview auch gefallen. Für alle die neugierig geworden sind hier die Links wie ihr mehr über Ellen und ihr Bücher erfahren könnt:
Homepage: Hier lang
Facebook: Hier lang
Die liebe Ellen hat mir auch ein Buch für euch signiert.

Gewinnt es auf meiner Facebook Seite. Hier geht’slang!!!

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Sonntag, 22. Oktober 2017

Der Schwarze Thron 2 - Die Königin

Geboren um zu sterben



Autor: Kendare Blake
Verlag: Penhaligon Verlag
Veröffentlicht: 25.9.2017
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 512
Kauft das Buch: hier

Klappentext:


Drei Schwestern. Drei magische Talente. Nur eine Krone.
Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Drillinge, jede eine Anwärterin auf den Thron der Insel Fennbirn. Ihr Reich verlangt nach einer neuen Königin – doch damit eine von ihnen die Herrschaft erlangen kann, muss sie ihre beiden Schwestern eigenhändig töten. Der Kampf um den Thron ist längst entbrannt, und jede Königin muss sich entscheiden, ob sie leben oder sterben will. Doch während zwei von ihnen noch gegen ihre Bestimmung rebellieren, schreckt die Dritte auf dem Weg zur Krone vor nichts zurück.

Meine Meinung:

Vielen Dank an das Bloggerportal, dass ich für euch wieder lesen und rezensieren darf.
In meiner Rezension zu Band 1 – Die Schwestern, erwähnte ich dass, das Buch in einem grandiosen Finale endet. Dem ist ja nicht so, da der eigentliche Kampf um den Thron bzw. die Krone jetzt in Band 2 erst richtig ausbricht.
Kendare Blake ist es hier in ihrer Fortsetzung gelungen, die Spannung noch weiter zu steigern. Sie lässt die Charaktere in einen spannenden Kampf um Leben und Tod, bis aufs äußerste kämpfen.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist dass alle drei Schwestern in Band zwei eine weitere Verwandlung ihrer Persönlichkeit erleben. Denkt man in Band 1 die Schwestern zu kennen, wird man in Band zwei eines besseren belehrt.
Im Grunde gibt es drei Lager in dem Kampf um die Krone. Zu jeder Schwester gehört ein Volk und deren Berater. Hier im Finale verschwimmen die Grenzen. Es werden noch mehr Intrigen aufgedeckt und dies hält die Spannung im Buch aufrecht.
Ich für mich würde sagen, es ist notwendig die beiden Bände nicht zu lange getrennt von einander zu lesen. Es spielen so viele Personen mit, dass es schwer ist alle dem richtigen Lager zu zuteilen. Was in Band 2 dann nochmals schwieriger wird.

Ansonsten ließt es sich sehr flüssig. Der Autorin gelingt es durch Witz, die Geschichte nicht ganz so brutal wirken zu lassen. Arsinoe z.B. ist ein Paradebeispiel für schwarzen Humor. Das hat mir in Band 2 sehr gut gefallen.
Die Story an sich ist ja sehr brutal. So ist es der Auftrag einer jeden Schwester die anderen beiden zu töten um an die Krone zu gelangen.

Wie es letztendlich endet bleibt lange verborgen und das ist auch gut so. Die Spannung hält sich bis zum Schluss.
Ich finde Kendare Blake hat hier eine tolle Fantasy Dilogie geschaffen. Eine interessante Welt ist da auf der Insel Fenbirnn entstanden. Schwestern aus dem Volk der Giftmischer, der Naturbegabten und der Elementwandler, im erbitterten Kampf um die Krone und somit der Herrschaft der Insel.

Ich vergebe gerne wieder vier von fünf Kleeblättern. ☘☘☘☘


Dienstag, 3. Oktober 2017

Der Schwarze Thron - Die Schwestern

Grausames Spiel um einen Thron


Autor: Kendare Blake
Verlag: Penhaligon
Veröffentlicht: 3. April 2017
Genre: Fantasy Roman
Seitenzahl: 449
Kauft das Buch: hier

Klappentext:
Düster und unglaublich fantasievoll: Die Fantasy-Entdeckung aus den USA!

Sie sind Schwestern. Sie sind Drillinge, die Töchter der Königin. Jede von ihnen hat das Recht auf den Thron des Inselreichs Fennbirn, aber nur eine wird ihn besteigen können. Mirabella, Katharine und Arsinoe wurden mit verschiedenen magischen Talenten geboren — doch nur, wer diese auch beherrscht, kann die anderen Schwestern besiegen und die Herrschaft antreten. Vorher aber müssen sie ein grausames Ritual bestehen. Es ist ein Kampf um Leben und Tod — er beginnt in der Nacht ihres sechzehnten Geburtstages …

Meine Meinung:
Vielen herzlichen Dank, an das Bloggerportal für mein Rezensionsexemplar.

Ich arbeite mich immer mehr in die Fantasy Bücherwelt hinein. Ich muss zugeben, da gefällt es mir sehr gut. Auch dieses Buch von Kendare Blake konnte mich packen.
Mehr als froh bin ich , dass Band 2 schon auf meinem Reader ist und ich direkt weiter lesen kann. An der Stelle noch ein Dankeschön an das Bloggerportal.

Zum Buch. Da ich zwei Brüder habe und keine Schwestern, weiß ich nicht genau wie es so um die Rivalitäten zwischen Schwerstern bestellt ist. Hier in diesem Buch, steht eben diese Rivalität im Vordergrund.
Die drei Schwestern werden im Kindesalter voneinander getrennt, denn jede besitzt eine Gabe, die ausgereift werden soll. Ebenso wird der Hass aufeinander geschürt, denn nach der Erwachsenenzeremonie zu Beltane, ist es die Aufgabe einer jeden Schwester, die anderen beiden zu töten. Am Ende kann nur eine den Thron besteigen und die Insel hinter den Nebeln, Fennbirn regieren.
Giftmischer, Naturbegabte und Elementwandler stehen jeweils hinter einer der Schwestern. Jede hat ihr Volk hinter sich. Oder doch nicht?
Katharine, Arsinoe und Mirabella müssen sich ein aufs andere mal beweisen, selbst vor ihrem eigenen Volk. Es entsteht eine spannende Geschichte, die alles zu bieten hat. Liebe, Verrat, Hass, Intrigen, Grausamkeit, Magie und fantastische Elemente.

Der Autorin gelingt es gut den Leser mit in ihre Welt zu nehmen. Es erinnert mich durchaus an die Insel Avalon, denn auch das Landvolk spielt mit, welches nur durch die Nebel auf die Insel Fennbirn gelangen kann.

Von Kapitel zu Kapitel steigert sich die Spannung wer von den Schwestern, in diesem grausamen Spiel, näher am Sieg ist. Mehrere überraschende Wendungen schenken dem Leser ein grandioses Finale.

Ein wenig zu kämpfen hatte ich mit den vielen Protagonisten. Es war stellenweise sehr schwer, die ganzen Personen den Völkern bzw. Königinnen zuzuordnen und ihre Funktionen zu kennen.
Hat man dann den Durchblick erlangt, besticht die Geschichte mit kurzen Sätzen und schnellen Dialogen. Einem guten Lesefluss, steht damit nichts mehr im Weg.

Ich bin sehr gespannt auf Band 2 und vergebe hier 4 von 5 Kleeblättern. ☘☘☘☘


Samstag, 16. September 2017

Eine alte Schuld

Elegant, humorvoll einfach britisch!




Autor: Matthew Costello und Neil Richards
Verlag: beTHRILLED by Bastei Entertainment
Veröffentlicht: 12.September 2017
Genre: Krimi
Seitenzahl: 331
Kauft das Buch: hier


Klappentext:


Ein Verbrechen, das vor vielen Jahren geschah - kein Problem für Jack und Sarah!

Es ist Jahrmarkt in Cherringham. Der ganze Ort fiebert der Regatta, der Parade und dem Feuerwerk entgegen. Na gut, fast alle, denn Jack und Sarah interessieren sich viel mehr für die menschlichen Überreste, die ganz in der Nähe bei einer archäologischen Ausgrabung entdeckt wurden. Anders als zunächst vermutet handelt es sich bei dem Fund nicht um einen römischen Soldaten, sondern um einen jungen Mann, der erst vor ein paar Jahrzehnten das Opfer eines kaltblütigen Mordes geworden sein muss.
Als dann auch noch Jacks Versicherungsagent verschwindet, hat das Ermittler Duo alle Hände voll zu tun: Gibt es einen Zusammenhang zwischen beiden Fällen? Und welches dunkle Geheimnis wird im beschaulichen Cherringham mit allen Mitteln zu verheimlichen versucht?


Meine Meinung:


Zunächst einmal gilt mein Dank der Netgalley Plattform, die mir dieses Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat.

Bei diesem Krimi handelt es sich um eine ganze Reihe. Eine alte Schuld ist mittlerweile, soweit ich das erlesen habe, der 28. Teil der Cherringham Krimi Reihe. Allerdings werden ein Teil der Bände mit dem Untertitel: Landluft kann tödlich sein, geführt.
Dieser Band hier läuft nur unter dem Untertitel: Ein Cherringham Krimi.

Der genaue Unterschied ist mir noch nicht klar und ich konnte ihn auch nicht recherchieren. Vielleicht weiß es ja jemand von euch und lässt mir einen Kommentar da.

Aber jetzt zum Buch.
Die Protagonisten Sarah und Jack sind mir schon gut bekannt. Ich habe nämlich die ersten 6 Bände der Landluft kann tödlich sein Reihe als Hörbücher hier. Die ersten fünf davon auch schon gehört.

Was soll ich sagen, ich bin verliebt in diese Reihe.
Sarah und Jack sind unglaublich sympathische Charaktere. Sarah meistert ihr Leben als alleinerziehende Mutter von zwei Kindern. Sie meistert es mit links könnte man sagen. Jack lebt als amerikanischer Einwanderer auf einem Hausboot, gemeinsam mit seinem Hund Riley. Jack ist ein Ex NYPD Cop.

Den beiden Autoren gelingt es unheimlich gut, das Leben in und um Cherringham zu beschreiben. Cherringham, ein kleines englisches Städtchen in den Cotswolds. Hier seht ihr ein Bild von typischen Häusern, die in der Cotswolds Region vorkommen.




Die Geschichten selbst sind immer in sich abgeschlossen und können unabhängig von einander gelesen bzw. gehört werden.
Wie es bei guten Geschichten, die in kleinen Städtchen spielen der Fall ist, begegnet man immer wieder Personen, aus vergangenen Geschichten. Ich persönlich finde das super. Es gibt mir die Möglichkeit mich noch mehr in die Geschichte, ja in das Leben der Protagonisten einzufinden.

Ich bin absolut begeistert wie souverän, die beiden Autoren jede Geschichte stimmig schreiben. Es ist zu keiner Zeit ein Stilbruch zu erkennen.
Ich finde es faszinierend, wie zwei Personen so schreiben können, das man meint es wäre aus einer Hand.

Die Krimis sind nicht sehr brutal, auf ihre Art sogar sympathisch. Wenn man bei Mord überhaupt von Sympathie sprechen kann. Ich würde die Bücher als klassisch britisch bezeichnen.
In ihrer Art simple, korrekt, humorvoll, elegant.
Ein wenig erinnerten sie mich an Miss Marple und Mr. Stringer.

Ich hoffe sehr, dass es noch viele weitere Fälle für Sarah und Jack geben wird.
Für mich eine spitzen Krimi Reihe,
und somit gibt es fünf von fünf Kleeblättern! 

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Donnerstag, 7. September 2017

Erfüll mein Verlangen

Erfüll mein Verlangen von Samantha James


Autor: Samantha James
Verlag: EdelElements
Veröffentlicht: 21.8.2015
Genre: Roman
Seitenzahl: 292
Kauft das Buch: hier

Klappentext:
Heather Duval, das verwaiste Mündel des Grafen von Stonehurst, ist eine sehr selbstbewußte junge Lady, wenn es um Geschäftliches geht; privat aber hat sie sich längst damit abgefunden, zur Einsamkeit verurteilt zu sein. denn Heather ist behindert - sie hinkt ein wenig. Als sie einen neuen Verwalter für die Güter des Grafen sucht, tritt Damien Tremayne in ihr friedliches Leben, dessen Bruder hier ermordet wurde. Lange Zeit hat Damien auf die Gelegenheit gewartet, dem mysteriösen Verbrechen auf die Spur zu kommen. In Heathers leidenschaftlichen Umarmungen entdeckt er endlich das düstere Geheimnis…

Meine Meinung:
Ich bedanke mich zunächst beim Edel Elements Verlag für mein Rezensionsexemplar. Immer wieder schön mit euch zusammen zu arbeiten.

Wer von euch kann sich noch an Historicals erinnern? Die Leser mittleren Alters erinnern sich bestimmt für alle anderen hier mal ein paar Beispiel Bilder:

Die Bilder sagen alles. Auch das Cover von Samantha James Roman ging früher in die Richtung. Jetzt sind ihre Bücher bei Edel Elements neu aufgelegt.
Allerdings muss ich sagen, dass Cover, der aktuellen Ausgabe, ist nicht ganz mein Geschmack. Es vermittelt in meinen Augen auch überhaupt nicht, um was es in dem Buch geht.
Auch wenn die Cover von Früher absolut kitschig sind und für viele heute ein No-Go, sind sie für die Story die im Buch steckt doch mehr als passend.

Viel gibt es zu der Story nicht zu sagen. Es fällt so in die Kategorie Hausfrauensoftporno. Die Story selbst ist recht spannend und man leidet mit der Protagonistin durchaus mit.
Das ständige er will mich/ er will mich nicht Spiel wird aber auf die Dauer störend. Das die beiden Heather und Damian sich nicht gleich kriegen ist ja klar, aber das ständige hin und her war doch etwas zu viel für meinen Geschmack

Was allerdings sehr schön ist, sind die Umschreibungen der Sexszenen. Ich finde es ist wirklich unglaublich schwer Sexszenen zu schreiben ohne dass sie plump und lächerlich wirken.
Samantha James umschreibt diese Szenen wirklich gut. Die Historicals von Damals hatten auch eben diese schönen Sexszenen.
Wer mal ein wenig mehr Erotik und nicht all zu viel anderes drum herum braucht ist hier gut aufgehoben. Mich persönlich hat das Buch an vergangene Zeiten erinnert. Ich konnte es früher kaum erwarten in den Zeitschriftenladen zu gehen und die neueste Ausgabe der Historicals zu holen. Damals hat es auch keinen interessiert, ob das Buch für 13 bis 14jährige überhaupt geeignet war. Tja die gute alte Zeit ;-)


Ich vergebe 4 Kleeblätter. ☘☘☘☘



 



Der Anruf kam nach Mitternacht

Der Anruf kam nach Mitternacht von Tess Gerritsen



Autor: TessGerritsen
Verlag: HaperCollins
Veröffentlicht: 7.08.2017
Genre: Thriller
Seitenzahl: 304
Kauft das Buch: hier


Klappentext:
Nacht in einem Haus in Washington, D.C. Das Telefon klingelt. Als Sarah Fontaine kurz darauf das Gespräch beendet, ist ihre Welt eine andere: Man hat ihr gerade mitgeteilt, dass ihr Mann Geoffrey bei einem Hotelbrand ums Leben gekommen ist. In Berlin. Dabei sollte er doch auf Geschäftsreise in London sein! Zusammen mit dem Botschaftsmitarbeiter Nick O`Hara macht Sarah sich vor Ort auf die Suche nach Antworten. Was sie findet ist ein perfider Racheplan ...

Meine Meinung:
Ich bedanke mich zunächst beim Harper Collins Verlag für mein Rezensionsexemplar. Beworben habe ich mich über Netgalley für dieses Buch.

Ich bin Thriller Fan und diese Tatsache beeinflusst eindeutig meine Meinung zu diesem Buch. Tess Gerritsen ist als Thriller König und Meisterin ihres Fachs bekannt.

In diesem Buch wird das für mich leider überhaupt nicht deutlich. Schade, dass es mein erstes Buch von Tess Gerritsen war. Ich werde ihr aber auf jeden Fall noch eine Chance geben, denn so viel positive Kritiken und Lobeshymnen können ja nicht aus dem Nichts kommen.

Zum Buch. Es handelt sich um eine Spionage Geschichte. Allerdings waren die Schachzüge der Protagonisten immer leicht zu erahnen. Eine wirkliche Spannung, baute sich für mich auch nicht auf. Die beiden Hauptprotagonisten Sarah und Nick, sind viel mehr damit beschäftigt ihre Liebesbeziehung zueinander aufzubauen.

Ich habe nichts gegen Liebesbeziehungen in Krimis oder Thrillern, hier allerdings rückte diese Entwicklung der Beziehung eindeutig in den Vordergrund. Das hat mich gestört.

In einen Thriller gehören für mich Gänsehautmomente. Angst, gruselige Szenen, Spannung und unerwartete Wendungen. Alles hier leider nicht zu finden. Die Protagonisten sind eher oberflächlich und zu »normal«.

Die Story selbst hätte Potenzial gehabt. Es gibt viele Szenenwechsel, es tauchen auch immer mal Kontaktpersonen auf, die den Protagonisten Hilfestellung geben. Also alles was es eigentlich für einen guten Spionageroman braucht.

Wie ich im Internet recherchieren konnte, handelt es sich bei diesem Buch um das Debüt der Autorin. Ich schließe daraus, dass sie sich eindeutig weiter entwickelt hat, denn ihre weiteren Bücher sind durchaus erfolgreich. Für ein Debüt ist es gelungen und gut dass Tess Gerritsen weiter gemacht hat.



Ich vergebe 3 Kleeblätter. ☘☘☘






Dienstag, 29. August 2017

AchtNacht

AchtNacht von Sebastian Fitzek





Autor: Sebastian Fitzek
Verlag: Knaur
Veröffentlicht: 14.März 2017
Genre: Thriller
Seitenzahl: 416
Kauft das Buch: hier

Klappentext:
Stellen Sie sich vor, es gibt eine Todeslotterie.
Sie können den Namen eines verhassten Menschen in einen Lostopf werfen.
In der „AchtNacht“, am 8. 8. jedes Jahres, wird aus allen Vorschlägen ein Name gezogen.
Der Auserwählte ist eine AchtNacht lang geächtet, vogelfrei.
Jeder in Deutschland darf ihn straffrei töten - und wird mit einem Kopfgeld von zehn Millionen Euro belohnt.

Das ist kein Gedankenspiel. Sondern bitterer Ernst.
Es ist ein massenpsychologisches Experiment, das aus dem Ruder lief.
Und Ihr Name wurde gezogen!

Meine Meinung:

Es ist mein zweites Buch von Sebastian Fitzek. Das erste war Die Therapie.
Mit diesem Buch jetzt befasst sich Sebastian Fitzek, mit einem ganz aktuellen Thema.

Die unglaublichsten Ideen, Seiten, Vorstellungen kursieren im Internet, warum nicht auch eine Todeslotterie.

Die Idee von Sebastian Fitzek finde ich überhaupt nicht abwegig. Viele von uns, mich eingeschlossen, sind aktiv im Internet und wenn es darauf ankommt schnell zu finden. Selbst wenn es Leute gibt, die sich denken, so etwas gibt’s doch nicht oder nein, das kann nicht wahr sein. Wird es doch einige geben, die sich an solchen Seiten beteiligen, die sie anklicken und sei es nur aus Neugier, aus Versehen oder weil sie denken es ist nicht wahr. Das Internet so sehr es unsere Welt schneller, offener und weiter gemacht hat, kann hier zu absoluten Falle werden.

Viele von uns sind durch ihre Aktivität in sozialen Netzwerken angreifbar geworden.
Es hat mich das einen oder andere Mal sehr gegruselt bei diesem Buch. Die Vorstellung es rotten sich Fremde zusammen und jagen mich, jagte mir zwischendurch immer wieder Gänsehaut über den Rücken.
Die Story fängt gemächlich an und steigert sich. Es wird eine Hetzjagd beschrieben, die einen mitreißt. Sebastian Fitzek hat einen schönen flüssigen Schreibstil. Jeder Protagonist bekommt abwechselnd einige Kapitel gewidmet. So dass die Perspektiven geändert werden. Das fand ich sehr gut.

Das Buch fällt unter das Genre Thriller und ja es gruselt einen wirklich. Die Spannung bleibt hoch bis zum Schluss.

Mein einziger Kritikpunkt bleibt das Ende. Für mich war es zu sehr Hollywood reif.
Das ist natürlich Geschmackssache. Lest es einfach am besten einfach selbst.
Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, um zukünftigen Lesern, nicht die Spannung zu nehmen.

Ich vergebe 4 Kleeblätter ☘☘☘☘