Sonntag, 23. April 2017

Novus Ordo Seclorum

Novus Ordo Seclorum von Gabriela Swoboda

Autor: Gabriela Swoboda
Veröffentlicht: 24.1.2016
Genre: Fantasy
Seitenanzahl: 630
Kauft das Buch: hier

Klappentext:
Die Journalistin Mara ist glücklich verlobt mit dem ehrgeizigen Regierungssprecher Magnus. Doch dann stößt sie auf ein geheimes Dokument, demzufolge alle Regierungsmitglieder der okkulten Bruderschaft des Widersachers angehören. Mit dem Buch der Sieben Siegel will die Bruderschaft einen Weltuntergang und eine neue Weltordnung unter ihrer Herrschaft einleiten. Als Magnus von Maras Entdeckung erfährt, flüchtet sie vor ihm nach Irland. Dort erfährt sie jedoch, dass ausgerechnet sie die Rettung für die Welt sein soll: die Magierin der Hoffnung .

Meine Meinung:
Ich möchte meine Rezension mit den Worten der Autorin beginnen.
Zitat aus Novus Ordo Seclorum:

Mara lachte. „Ich mag dieses Wetter. Es hat etwas Seltsames, Unfassbares. Der Nebel lässt die Natur mystisch, ja unheimlich aussehen, das grüne Gras wird zu einem silbernen See, die Luft glitzert geradezu, und man weiß nicht, wem man nach den nächsten zwei Schritten begegnet, vielleicht einem kühnen Reiter auf einem schwarzen Rappen oder gar einer Fee auf einem Einhorn, du weißt schon, einen mit spitzen Ohren und glitzernden Flügeln. Als Kind war ich davon überzeugt, dass mitten im Nebel all das sichtbar wird, was sonst verborgen scheint.“

Aufmerksam wurde ich durch Facebook auf dieses Buch. Der Drachenmond Verlag, macht für mich unglaublich, sympathische Werbung und präsentiert sich sehr positiv. Hier geht’s zur Homepage.
Gabriela lässt ihr Buch größtenteils in Irland spielen. Somit zog es mich wahrlich magisch an.

Als Kind war ich davon überzeugt, dass mitten im Nebel all das sichtbar wird, was sonst verborgen scheint (Zitat). Ja so geht es mir heute noch. Ich bin davon überzeugt, dass es Dinge in diesem Universum gibt, die unerklärlich bleiben, die nicht sichtbar sind und doch existieren.

Anfangs war ich ein wenig verwirrt, das muss ich zugeben. Vielleicht lag es an den vielen Protagonisten oder an den schnellen Ortswechseln. Ich konnte nicht gleich in die Geschichte finden.
Das wird aber auch schon mein einziger Kritikpunkt sein. Denn plötzlich packte mich eine Magie die ich kaum in Worte fassen kann. Es war genau so, wie ich es eben geschrieben haben. Beim Lesen bekam ich eine Gänsehaut und ein Kribbeln ging durch meinen Körper.
Ich war in der Geschichte angekommen.
Ab diesem Zeitpunkt konnte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen.
Gabriela ist es gelungen eine wunderbare, gigantische, mystische Geschichte zu Papier zu bringen.
Es ist unglaublich mit welcher Masse an Themen sie sich in ihrem Buch auseinander gesetzt hat. Aktuelle Weltpolitik, Religion, Mythen und Sagen, Moralvorstellungen und geschichtliche Ereignisse. Ich bin tief beeindruckt, dass alles letztendlich so stimmig ist. Gabriela, du hast großes geschaffen.
Im Laufe der Geschichte werden die Protagonisten auf harte Proben gestellt. Die Spannung wird von Kapitel zu Kapitel größer.
Ich finde gut, wie dadurch die Charakteren der einzelnen Personen verstärkt werden. Der Leser kann mit leiden, mit fiebern und mit kämpfen. Drückt man es plump aus, ist es der alt bewerte Kampf, Gut gegen Böse. Doch können ihn wirklich alle gewinnen?

Der Grund, warum so viele Menschen scheiterten, war jener, dass sie aus der Ruhe kamen und den Blick für das Wesentliche verloren. Mara beneidete Gwen. Von etwas überzeugt zu sein, war einfach, doch die Kraft zu besitzen, danach zu leben, das war die wahre Kunst. (Zitat)

Gabriela hat es bei mir geschafft, dass ich mich reflektiere. Wo liegt den mein Blick für das Wesentliche? Toll, Novus Ordo Seclorum regt wirklich zum nachdenken an.
Das Buch endet mit einem grandiosen magischen Finale, das den Leser noch einmal voll in seinen Bann zieht.
Das es sich um einen 630 Seiten starken Fantasy Roman handelt, merkt man ab dem ersten drittel überhaupt nicht mehr. Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut zu lesen. Beeindruckend bleibt für mich, die absolute Stimmigkeit in diesem Buch. Es werden so viele Vergleiche gezogen unter anderem mit der Bibel und alles wird genau erklärt bzw. so in die Geschichte eingebaut, dass man meinen könnte Gabriela hat die größten Rätsel der Menschheit entschlüsselt.

Hier wurde eindeutig Magie angewandt, Magie der Worte, Magie der Phantasie, Magie des Herzens.

Ich bin unglaublich dankbar Gabriela mittlerweile über Facebook auch kennengelernt zu haben. Schaut doch hier mal auf ihrer Seite vorbei.
Nicht nur für jeden Fantasy Fan ein gutes Buch, nein auch für alle Irland Fans. Die Örtlichkeiten werden so schön beschrieben, dass man durchaus raus lesen kann, das Irland Gabriela am Herzen liegt.
Ich freue mich sehr auf Gabrielas nächstes Buch. Ich spreche eine absolute Leseempfehlung aus.
Alle Kleeblätter sind dein Gabriela :-)
Abschließen möchte ich mit noch einem Zitat aus dem Buch, vielleicht für den einen oder anderen von euch auch was zum darüber nachdenken.

Und deshalb geben wir nicht auf. Es liegt in unseren Händen, eine bessere Welt und das Böse unschädlich zu machen – es zur Gänze zu vernichten, wäre nicht klug, denn wie könnte dann ein Ausgleich stattfinden? Ohne das Böse kann auch das Gute nicht existieren und umgekehrt.

Von Herzen kommen von mir 5 von 5 Kleeblättern☘☘☘☘☘



Montag, 17. April 2017

Ein Cottage am Meer

Ein Cottag am Meer von Maeve Binchy






Autor: Maeve Binchy
Verlag: Knaur
Veröffentlicht: November 2015
Genre: Roman
Seitenanzahl: 396
Kauft das Buch: hier

Klappentext:

Das Stone House ist eine zauberhafte Pension im Westen Irlands. Hier begegnen sich Menschen, die sich im Alltag nie begegnen würden, hier ereignet sich so manche Tragödie – und hier trifft der Leser auf gute Bekannte aus früheren Binchy-Bestsellern. Für sie und all die anderen Gäste wird der Aufenthalt zu einem schicksalhaften Erlebnis, das Augen öffnet und Hoffnungen zerstört, das Träume wahr werden lässt und die Weichen noch einmal ganz anders stellt.

Meine Meinung:

Maeve Binchy ist für mich eine der größten Autorinnen, in der Unterhaltungsliteratur. Für mich ein Idol und Vorbild. So Geschichten erzählen zu können wie sie, wäre für mich die Erfüllung.
Leider werden wir keine weiteren Geschichten mehr von ihr bekommen, da sie am 30.Juli 2012 nach kurzer Krankheit im Alter von 72 verstorben ist.
Sie wäre eine Autorin gewesen, die ich gerne mal zu einer schönen Tasse irischen Tee persönlich getroffen hätte.

Zum Buch: Maeve Binchy ist in meinen Augen eine Meisterin der Erzählkunst. Ihre Geschichten gehen ans Herz und lassen den Leser eintauchen in die Welt der Protagonisten. Viele ihrer Bücher spielen in Irland. Ihr gelingt es unheimlich gut, die Charakteren auszuarbeiten, die Figuren lebendig werden zu lassen. Sie schafft es die irische Lebensweise und auch den Schlag dieser Menschen zu vermitteln.
In ihren Geschichten spielt meist das ganze Dorf mit. Es ist durchaus realistisch, die ganze Insel selbst als Dorf zu bezeichnen. Auch ich habe in all meinen Irland Reisen Menschen getroffen, die doch tatsächlich wiederum andere mir bekannte Iren kannten, aber aus einer ganz anderen Ecke des Landes kamen. Wunderbare Begegnungen.
Jedes Kapitel in diesem Buch ist einem anderen Charakter gewidmet. Trotzdem ist das Buch absolut flüssig zu lesen und eine fortlaufenden Geschichte, mit dem Fazit, dass alle Protagonisten irgendwie , in einer Beziehung zu einander stehen. Und sei es nur durch die Tatsache, dass sie Gast im selben B&B sind.
Das Stonehouse, ist das Cottage am Meer. Die kleine Pension an der rauen Atlantikküste Irlands gelegen, wird von Chichy geführt. Chicky kehrt nach Jahren die sie in den USA verbracht hat, in ihr Heimatdorf zurück und versucht eine kleine Bed and Breakfast Pension aufzubauen. Im Laufe der Geschichte gehen verschiedenste Menschen bei ihr ein und aus.
Am Ende habe ich mit den Protagonisten gelacht, gelitten, gebangt und geweint. Wer ein gefühlvolles Buch lesen möchte sollte sich diesen Roman von Maeve Binchy zulegen.



Von mir gibt es 5 von 5 Kleeblättern. ☘☘☘☘☘

Im Dunkel der Tod

Im Dunkel der Tod von Penelope Williamson



Autor: Penelope Williamson
Verlag: Edel Elements Verlag
Veröffentlicht: 8.August 2016
Genre: Thriller
Seitenanzahl: 363
Kauf das Buch: hier


Klappentext:
Jazz und Blues, Tod und Lust, Sünde und Sakrament: das New Orleans der Zwanziger Jahre. Father Patrick, der bekannteste und beliebteste Priester der Stadt, ist ermordet worden. In einer leer stehenden Fabrik am Fluss hat man ihn wie Jesus Christus an einen Balken genagelt. Detective Daman Rourke steht fassunglos vor der bestialischen Tat! Zur gleichen Zeit verschwindet eine Reihe junger Mädchen - schon bald ist im Sumpf der Gewalt von New Orleans niemand mehr sicher ...

Meine Meinung:


Ich danke dem Edel Elements Verlag, dass ich die Möglichkeit bekommen habe, dieses Buch zu rezensieren.


Dieses Buch wird für mich definitiv eines der Jahreshighlights 2017.


Penelope Williamson ist es gelungen, einen direkt mit in die Südstaaten der 1920er Jahre zu nehmen. Die Beschreibungen der Schauplätze und der Stimmung in den jeweiligen Szenen lässt den Leser live dabei sein. Ich hatte direkt Bilder vor Augen, als würde ich einen fiesen Mafiosi Film schauen. Das Buch ist klasse, spannend und detailliert aufgebaut. Ich hatte es in zwei Tagen durch.


Dieses Buch verkörpert denke ich alles, was man sich für eine Story die in den 1920er Jahren spielt wünscht. Ich konnte sehr schnell Zugang zum Hauptprotagonisten Daman Rourke finden. Ein Polizist mit nicht ganz so reiner Weste, allerdings gradlinig, charmant, witzig und im Grunde seines Herzens einer der Guten. In dem Buch wird man mit vielem konfrontiert, Rassenhass, korrupte Polizei, verlogenen Kirchenanhänger usw.


Es ist nicht unbedingt leicht zu verdauen. Das Ende war überraschend und verspricht denke ich ein Wiedersehen mit den Protagonisten. Trotz allem fand ich es sehr spannend, ein toller Thriller, den ich auf jeden Fall weiter empfehlen würde.

Ich vergebe 5 von 5 Kleeblättern ☘☘☘☘☘

Irland - Meine große Liebe

Céad míle fáilte
 ( Ein tausendfach Willkommen)






Irland – Meine große Liebe


In diesem Beitrag möchte ich euch die Frage beantworten, warum mein Blog sich nicht nur um meine Bücherleidenschaft dreht, sondern auch um die kleine grüne Insel Irland.

Ich behaupte Irland ist meine große Liebe. Im Sommer werde ich meinen Freund heiraten und er mag vielleicht der Mann meines Lebens sein, aber Irland wird immer die Liebe meines Lebens sein.

Wie ist das möglich? Tja ihr Lieben, diese Frage habe ich mir auch schon sehr oft gestellt.

1992 flog ich das erste mal im Rahmen eines Schüleraustausches der Stefan-Krummenauer-Realschule nach Dublin. Ich war damals Schülerin der 8.Klasse und mein Englisch ließ doch deutlich zu wünschen übrig.
Organisiert durch einen wahnsinnig tollen, engagierten Lehrer Namens Franz-Xaver Eder kam dieser Austausch zustande. Ich hatte das große Glück ganze zwei Wochen in einer lieben Gastfamilie verbringen zu dürfen.
Ich glaube jetzt kommt schon der eigentliche Grund warum ich Irland so liebe. Normale oder sagen wir ruhige Familienverhältnisse gab es bei mir nicht. Meine Kindheit und Jugend war von so einigen Schicksalsschlägen und deren daraus resultierenden Problemen geprägt.
Es wird sehr persönlich an der Stelle, aber ich habe für mich gelernt darüber zu sprechen bzw. hier zu schreiben hilft mir über vieles hinweg.
Nun zurück auf die Insel. In diesen zwei Wochen Schüleraustausch hatte ich seit langem mal wieder das Gefühl unbeschwert zu sein, Glück zu haben, sicher zu sein. Diese zwei Wochen haben sich so tief in meinem Herzen verankert, dass es mir heute immer noch so ergeht, sobald ich im Flugzeug die Küste der Insel näher kommen sehe.
In Irland hat meine Seele, Sicherheit, Geborgenheit und Frieden gefunden. Ich versuche seit her so oft wie möglich nach Irland zu reisen.

Es gelang mir allerdings erst 2001 wieder. Gemeinsam mit einer meiner besten Freundinnen, schenkten wir uns zur bestandenen Prüfung zur staatlich anerkannten Erzieherin, eine Reise nach Irland. Es war wie ein langersehntes Heimkehren.

Seit 2005 war ich dann jedes Jahr mindestens einmal in Irland, in manchen Jahren sogar mehrmals.
Ich hatte das Glück 2007 zwei Iren zu treffen, und für die beiden hier in Deutschland arbeiten zu dürfen. Neben meinem Job als Erzieherin, arbeitete ich dann noch als Kellnerin in einem Pub.
Dieses Pub hat Geschichten hervorgebracht, die ganze Bücher füllen könnten. Ich bin dankbar wie viele interessante Menschen ich doch treffen durfte und welche irren Stories ich erlebt habe.

Nach und nach möchte ich hier auf dem Blog davon berichten. Ich möchte auch meine Reisen auf die grüne Insel mit euch teilen. Ebenfalls werden Beiträge folgen zu allem was ich an Irland schätze und liebe.
Sei es dass ich euch von den Touristenattraktionen vorschwärme, die neusten Trends berichte, über die Musik schreibe, das gute Essen, das Guinness, den Whiskey, die unglaublich tollen Autoren oder aber das liebste Thema der Iren, das Wetter! :-)

Ich würde mich unglaublich freuen, wenn sich einige Irland Verrückte hierher verirren würden.

Von euch zu hören wäre eine Freude, vielleicht mögt ihr ja auch eure Erfahrungen mit der grünen Insel hier in den Kommentaren berichten.

Genießt die Reise mit mir auf die grüne Insel!
Sláinte (Gesundheit auf gälisch)
Steffie
 





Samstag, 25. März 2017

Die Herren der grünen Insel

Die Herren der grünen Insel von Kiera Brennan



Autor: Kiera Brennan
Verlag: Blanvalet Verlag
Veröffentlicht: 15.Februar 2016
Genre: Roman
Seitenzahl: 960


Klappentext:


Irland 1166: Die Grüne Insel ist in viele kleine Reiche zersplittert, die sich unerbittlich bekriegen. Könige fechten langjährige Fehden aus, und selbst die friedliebendsten Untertanen werden in den blutigen Machtkampf hineingezogen. Zugleich droht ein gemeinsamer Feind in Irland einzufallen: Henry Plantagenet will die Insel an sich reißen. Werden sich die Herren der Grünen Insel vereinen und sich gegen den König von England stellen? Und welche Rolle spielen der grausame Krieger Ascall und die von ihm entführte Caitlín in diesem Kampf um Macht und Blut?


Meine Meinung:


Ich möchte kurz ein wenig über die Autorin schreiben.
Kiera Brennan ist ein Pseudonym von vielen, dahinter verbirgt sich die Autorin Julia Kröhn. Hier geht es zu ihrer Homepage.
Eine so wandelbare Frau ist mir selten begegnet und begegnet sind wir uns schon. Als großer Irland Fanatiker, war ihr Roman die Herren der grünen Insel ein Muss für mich. Ich hatte das Glück eine kleine Lesung von ihr in Frankfurt am Main zu besuchen. Sie präsentierte nicht nur ihr Buch, sondern hatte auch eine Dia Show mit im Gepäck. Eine Show die ihre Recherchereise in Irland dokumentiert. Das Publikum kam voll auf seine Kosten. Es war eine unglaublich lockere, ja fast familiäre Stimmung. Es wurde gelacht und ebenso gespannt gelauscht. Ein absolut toller Nachmittag.

Kiera Brennan eine faszinierende Frau. Julia Kröhn eine Erfolgsautorin, die absolut Mensch geblieben ist, sehr nett mit ihren Fans, offen für Gespräche und salopp ausgedrückt, völlig normal geblieben.


Für mich ein Vorbild und eine Motivation weiter an meinen neuen Projekten zu arbeiten.


Nun aber zum Buch.
Es ist ein absolutes Schlachtenepos. Allerdings ist es Kiera Brennan sehr gut gelungen, ihre Protagonisten so lebendig werden zu lassen. Jeder hat für sich einen ganz speziellen Charaktere. Lebendige Protagonisten heißt für mich, dass sie sich weiterentwickeln, verwandeln, ändern, eben leben. Anfänglich hatte ich mit den gälischen Namen ein wenig zu kämpfen. Aber wir sind ja kreativ und können die Namen dann schon lesen :-)
Mit seinen 960 Seiten ist das Buch ein Herausforderung. Ich fand mich allerdings sehr schnell hinein. Die einzelnen Geschichten der Protogonisten sind so spannend aufgebaut, das es schwer fällt dass Buch wieder weg zu legen.
Neben dem historischen Gesichtspunkt, der absolut perfekt recherchiert ist, entsteht eine Geschichte die mit dem Epos Game of Thrones zu vergleichen ist. Alle Protagonisten für sich erleben ihre eigene Geschichte und doch passt alles bis ins kleinste Detail zusammen. Eine für mich absolut perfekte Arbeit der Autorin.
Dieses Buch hat so viel in mir bewegt. Ich litt mit den Protas, ich kämpfte mit ihnen, ich weinte mit ihnen und ich lachte mit ihnen. Kiera Brennan hat meine komplette Gefühlswelt erreicht und ich danke ihr für dieses Erlebnis.
Ihr seht ich lasse dieses Werk hochleben und spreche eine 100%ige Leseempfehlung aus.
Ende des Jahres wird Band 2 erscheinen. Ich freue mich gigantisch darauf.
Ich hoffe euch ein wenig neugierig auf das Buch gemacht zu haben. Allen die es lesen wünsche ich viel Spaß!

                                  Ich vergebe 5 von 5 Kleeblättern ☘☘☘☘☘







Dienstag, 7. März 2017

Geheimagent á la Carte von Inge Helm

Geheimagent á la Carte von Inge Helm
Autor: Inge Helm
Verlag: Edel Elements
Veröffentlicht: November 2016
Genre: Cozy-Crime Roman
Seitenzahl: 139 S.

Klappentext:
Frau im mittleren Alter lernt charmanten Mann kennen. Dieser ist unfassbar galant, weltgewandt, kocht gern - und ist dem weiblichen Geschlecht sehr zugetan. Immer wieder hat er andere Termine, findet Ausreden - am Ende gesteht er seine Tätigkeit als Geheimagent. Irgendwann findet die Frau heraus, dass er in Wirklichkeit mit dieser Ausrede nur seine Treffen mit anderen Frauen verschleiert und gemeinsam mit den anderen Betrogenen fasst sie einen tödlich-delikaten Plan ...

Der neue Cozy-Crime-Roman der Erfolgsautorin Inge Helm inklusive den passenden Rezepten passend zur kriminell guten Lektüre!  

Meine Meinung:


Vorweg möchte ich mich recht herzlich beim Edel Elements Verlag bedanken, die mir ein kostenfreies Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
Hier geht's zur Verlagsseite.


Eine nette kleine Geschichte. Für mich als eingefleischten Krimi und Thriller Fan, komme ich hier nicht auf meine Kosten. Cozy Crime, sanftes Verbrechen, trifft es schon. Ich würde es eher als einen Unterhaltungsroman einstufen.
Die Geschichte hat Witz, aber nicht wirklich viele Krimi Anteile. Letztendlich passiert aber doch ein Verbrechen.


Die Story selbst hat mir gut gefallen. Die Schriftstellerin Anna verliebt sich in Ügo, einen Orthopäden. Dieser tischt ihr immer wieder die unglaubwürdigsten Geschichten auf, warum er immer mal wieder für einige Zeit aus ihrem Leben verschwindet.
Anna zweifelt die Ausreden an, doch lässt sie sich von Ügos Charme besänftigen. Ügo stellt es geschickt an und überzeugt Anna davon ein Geheimagent zu sein.
Wenn ich ehrlich bin, habe ich das ein oder andere mal darüber nachgedacht, wie hättest du an Annas Stelle reagiert. Natürlich glaubt man solche Märchen doch nicht oder doch?
Schließlich gibt es ja die Geheimagenten der CIA, Scotland Yard oder des BND.
Ich glaube, was die Autorin ausdrücken wollte, ist dass wenn man verliebt ist, einem schon viel erzählt werden kann, bis hin zu ganzen Märchen. Das Spiel mit den Gefühlen hat nun mal seine eigenen Regeln.
Anna merkt schließlich, das Ügo nur seine Spielchen mit ihr treibt und sie sinnt auf Rache.
Mehr möchte ich nicht verraten, sonst wäre die ganze Spannung dahin.
Die Geschichte hat mir gefallen. Ich muss jedoch auch Kritik loswerden.
Zum Ende hin ergeben sich Ungereimtheiten. Die Story findet eigentlich seinen Abschluss. Allerdings begreife ich nicht, wie eine Leiche, plötzlich in einem Krankenhaus eines natürlichen Todes gestorben sein soll. Der Szenenwechsel wird überhaupt nicht klar. Ich weiß nicht, ob ich etwas überlesen habe oder ob die Autorin es der Phantasie ihrer Leser überlassen möchte, wie das passieren kann. Mich hat es gestört und ich empfand es als nicht richtig.


Abschließend sage ich eine nette kleine Kurzgeschichte, eher was zum schmunzeln als ein Krimi. Jedoch die Rezepte die durch das komplette Buch genannt werden, werde ich bestimmt mal ausprobieren.

Ich vergebe 3 von 5 Kleeblättern     ☘☘☘

Sonntag, 26. Februar 2017

Der Dornengarten von Eva Wahrburg

Der Dornengarten von Eva Wahrburg


Autor: Eva Wahrburg
Verlag: edition a
Veröffentlicht: 01.Oktober 2016
Genre: Roman
Seitenzahl:448

Klappentext:
1824: Um nicht enteignet zu werden, muss die scheue Erbin eines verarmten Gutes den von der Kirche entsandten Restaurator Herwegh bei sich aufnehmen. Maria von Eschweih, die von einem Priester sinnesfeindlich erzogen wurde, hat gelernt, Männer zu fürchten. Mit Herwegh wird ein Albtraum für sie wahr, denn er entpuppt sich als zynischer Rohling, der es gewohnt ist, Frauen körperlich zu benutzen.

Meine Meinung:
Ich sage vielen herzlichen Dank Eva Wahrburg, für das Rezensionsexemplar. Mein erstes offizielles Rezensionsexemplar, dein Buch wird was besonderes für mich bleiben.

Hier könnt ihr Evas Homepage besuchen.

Ich beginne mit dem Cover. Schlicht in Silber und braun rot gehalten, besticht es mit absoluter Eleganz. Es ist ein echtes Schmuckstück.
Diese Eleganz verläuft durch das ganze Buch. Jedes Kapitel ziert eine kleine Rose und darunter befindet sich dann die Überschrift, des jeweiligen Kapites. Sehr schön, wie ich empfinde.

Zum Inhalt.

Maria von Eschweih, könnte man durchaus mit einem scheuen Reh vergleichen. Sie lebt zurück gezogen, auf ihrem geerbten Gutshof und fertigt Übersetzungen und Abschriften kirchlicher Literatur an. Der Abt des nahegelegenen Klosters ist ihr Auftraggeber. Nach dem Tod ihres Oheim, Priester Matthäus, ist sie nahezu allein. Eine Magd und ihr Mann stehen ihr zur Seite.

Maria strahlt eine Unsicherheit aus, die man fast greifen kann. Andererseits ist sie eine für die damalige Zeit, überaus gebildete Frau.
Als der Restaurator Hagen Herwegh auf Drängen des Abtes bei ihr einquartiert wird, beginnt für Maria eine aufregende Zeit. Immer wieder wird sie mit ihren eigenen Ängsten konfrontiert. Doch woher kommen diese Ängste? Maria wurde durch die fanatisch religiöse Erziehung ihres Oheim geradewegs zu einem Opfer erzogen. Immer wieder klammert sie sich an die ihr vorgepredigten Verhaltens- und Denkweisen. Eine eigene Meinung, ein Handeln nach eigenen Gefühlen scheint ihr nicht möglich. Das ein oder andere mal hatte ich das Gefühl in das Buch tauchen zu müssen um sie zu schütteln, um im nächsten Moment sie wieder in den Arm nehmen zu müssen. Ihr Schicksal bleibt lange verborgen und man kann nur stückweise erahnen, was ihr alles widerfahren ist.

Der Restaurator Herwegh ist ein Rüpel wie er im Buche steht. Er nimmt sich was er will, schreit seine Meinung nur so heraus. Er ist für Maria anfangs das personifizierte Böse.

Auch ich war lange hin und her gerissen, ob ich ihn nun hasse oder mag. Letztendlich hat auch er ein schweres Schicksal und eine Last zu tragen, die ihn Tag um Tag knechtet.

Die Dialoge der beiden sind einzigartig. Da sie doch anscheinend in zwei verschiedenen Welten leben.

Bei einem Zwiegespräch wirft Herwegh ihr folgendes an den Kopf:

Es gibt viele Quellen für Verbitterung. Die Tragik ist, dass die meisten nie versiegen. Man muss einfach aufhören, willentlich daraus zu schöpfen.“ (S. 138)

Auch mich haben diese Worte berührt. Ich denke jeder hat schon in seinem Leben negative Erfahrungen gemacht. Die einen das Warum einfach nicht beantworten lassen. Allerdings macht es Sinn sich immer wieder die Verbitterung vor Augen zu führen. Sie sozusagen darauf ausruhen, nichts verändern zu wollen und zu sagen: Ich habe doch so viel schlechtes erlebt.

Die Dialoge der beiden regen einen immer wieder an, die eigene Einstellung zum Leben zu überdenken.

Darüber hinaus geht es nicht nur um moralisches Denken, nein, auch die Religion, das Christentum wird von Herwegh auf den Prüfstand gestellt.

Ich selbst habe mich in meinem Leben viel mit der einen oder anderen Religionsform beschäftigt. Allerdings stimme ich mit Herwegh voll überein wenn er sagt:

Die alten Götter umgeben uns all die Zeit. Sie sind im Wind, in der Sonne und im Mond. Selbst in den Bäumen.“ (S. 257)

Maria wird immer mehr in Herweghs Bann gezogen. Mit Schuld daran sind Anna und Gret. Die beiden streunenden Mädchen tauchen plötzlich aus dem Nichts auf Marias Hof auf.

Ihre Rolle wird die entscheidende Wendung herbei führen. Schließlich schwebt über allen noch das Rätsel um Maria und Herweghs Vergangenheit, Zukunft und Schicksal.

Mehr möchte ich an dieser Stelle nicht verraten.

Eva Wahrburg, ist in meinen Augen nicht nur eine Autorin. Sie ist eine wahre Künstlerin der Worte. Ihr bildlicher und fast philosophischer Schreibstil haben mich sehr beeindruckt. Es ist ihr gelungen zwischen den Zeilen unglaubliche Botschaften zu transportieren. Mich hat viel erreicht und mich das eine oder andere mal zum Nachdenken regelrecht gezwungen. Soweit ich das beurteilen kann, ist die Schreibsprache einzigartig. Die Worte ergeben eine richtige Symphonie. Toll, ich bin sehr beeindruckt, wie gewählt sich Eva ausdrücken kann.

Es ist nicht einfach so nur ein Roman. Es ist ein Buch mit Tiefe und mit Sicherheit keine leichte Kost. Für alle die nach anspruchsvoller Literatur suchen, ein Volltreffer.


"Die Dunkelheit sei schlecht? Ja. Nur braucht man sie, um einen Sinn für das Licht zu entwickeln, und für die Intensität all der Farben dazwischen. Manchmal muss man sich vom Dunkel aushöhlen lassen, um genug Raum für das Helle, das Lichte zu schaffen, es zu verstehen, wenn man es sieht. Schönheit zu begreifen." (S.283)

Von mir gibt es 5 von 5 Kleeblättern. ☘☘☘☘☘☘