Donnerstag, 1. Februar 2018

The fourth monkey von J.D. Barker

Krank, verstörend, spannend schrecklich



Autor: J.D. Barker
Verlag: Blanvalet
Veröffentlicht: 27.12.17
Genre: Thriller
Seitenzahl: 544
Kauft das Buch: hier

Klappentext:

Tue nichts Böses, sonst wird er dich bestrafen. Zuerst wird er einen Menschen entführen, den du liebst. Dann wird er dir ein Ohr des Opfers in einem weißen Geschenkkarton schicken. Daraufhin ein Auge, dann die Zunge. Du kannst versuchen, ihn zu stoppen, aber du wirst es nicht schaffen. Denn er ist der Four Monkey Killer, und er kennt kein Erbarmen. Du kannst nur hoffen, dass er nicht weiß, wer du bist, und dass er es nie erfährt …

Meine Meinung:

Danke liebes Netgalley Team, für mein Rezensionsexemplar.

Puh, dieser Thriller hat es in sich. Also mal ganz plump ausgedrückt: ekelhaft, spannend, verwirrend und krank.

Das Buch wird aus drei Perspektiven erzählt. Aus Sicht des Ermittlerteams um den Kommissar Sam Porter, aus Sicht eines der Opfer und den Tagebucheinträgen des Killers als Kind.
Ein wirklich gelungener Aufbau, der dem Buch so viel Spannung verleiht, dass man es kaum aus der Hand legen möchte. Bei mir hat das funktioniert, ich war in zwei Tagen durch mit dem Buch.

Sam Porter ist ein Ermittler, wie er einem häufig in Thrillern oder Krimis begegnet. Selbst vom Schicksal hart getroffen, stürzt er sich mit voller Inbrunst in seine Ermittlung.
Unterstützt wird er von einem sympathischen Team. Hier steht einer für den anderen ein, man kennt sich und schätzt sich, das wird mit dem ein oder anderen saloppen und witzigen Dialog deutlich. Hier hat der Leser die Gelegenheit zum schmunzeln, in der sonst doch sehr düsteren, wahnwitzigen Geschichte.

Sam Porter jagt schon seit Jahren den 4MK, den fourth monkey killer. Vielen mögen die drei Affen bekannt sein, die sich die Augen, die Ohren und den Mund zu halten. Genau diese drei Affen beflügeln den Killer. Immer wieder schickt er genau diese Teile seiner Opfer an die Hinterbliebenen. Es ist grausam, was will er, warum tut er das?
Langsam kommt Sam mit seinem Team dahinter und kommt dem Täter letztendlich so nah wie nie zuvor.

Das Buch ist wirklich spannend geschrieben, die Perspektivenwechsel tragen eindeutig dazu bei.
Die Tagebucheinträge des Killers als Kind, sind wirklich verstörend. Aber ich bin da auch sehr anfällig, wenn es um Kinder geht.
Die Szenerie ist immer sehr bildhaft beschrieben und so ging es mir in einer Szene sogar so, dassA ich einen leichten Würgereiz bekam. Ob es jetzt an J.D. Barkers Talent zum Schreiben liegt oder meiner Vorstellungskraft, mag mal dahingestellt sein.

Ich finde diesen Thriller einen sehr gelungenen Auftakt zu einer neuen Reihe um den Ermittler Sam Porter.


Ich vergebe sehr gerne fünf von fünf Kleeblättern. ☘☘☘☘☘



Der Thron der Wölfe von Kiera Brennan

Die Schlacht geht weiter





Verlag: Blanvalet
Veröffentlicht: 16.10.2017
Genre: historischer Roman
Seitenzahl: 768
Kauft das Buch: hier

Klappentext:
Die Grüne Insel ist vom Krieg gezeichnet: König Henry Plantagenet und seine Normannen sind in Irland eingefallen und tränken die Erde mit Blut. Einzig im Nordwesten der Insel regt sich Widerstand. Die berüchtigten Ritter des Roten Zweiges begehren gegen die Invasoren auf. Zu ihnen stößt der junge Tuan, der als Sohn eines Goldschmieds zwar wenig kampferprobt ist, in Ascall von Toora, dem Anführer der Rebellen, aber einen mächtigen Beschützer findet. Tuan muss seine Treue bald beweisen, denn als Ascall in Gefangenschaft gerät, obliegt es ihm, dessen Geliebte Róisín und ihre Kinder in Sicherheit zu bringen. Unterdessen stellt sich Ascall seinem schlimmsten Feind – den eigenen Dämonen ...

Meine Meinung:
Mein Dank gilt als erstes dem Bloggerportal, dass sie mir ein Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben.
Vielen Dank auch an Kiera Brennan für die Widmung. Schön dich wieder auf der Messe getroffen zu haben, es ist immer eine Freude, mit dir ein paar Worte zu wechseln.


Sehnsüchtig habe ich auf die Fortsetzung zu die Herren der grünen Insel gewartet. Meine Rezension zu diesem Buch lest ihr: hier.
Blutrünstig, düster und verrückt so beginnt Band 2 der Saga. Der Kampf um Irland ist noch lange nicht beendet. Doch in diesem Band geht es nicht allein um den Kampf um die Vorherrschaft auf der grünen Insel, nein, auch die einzelnen Protagonisten, insbesondere Tuan und Ascall haben ihre Kämpfe mit dem eigenen Ich auszutragen.
Ich finde es wahnsinnig faszinierend, wie Kiera Brennan, geschichtliche Ereignisse mit den Leben und Geschichten ihrer Protagonisten verbindet. Wahre Ereignisse und existente Persönlichkeiten der Vergangenheit, treffen auf die geschaffenen Figuren aus der Phantasie der Autorin.
Alles wird zu einem einzigartigen Konstrukt. Kiera Brennan hat einen Epos erschaffen, uns als Leser gibt sie die Möglichkeit, in die Geschichte des alten und doch sehr düsteren Irlands einzutauchen. Für mich als Irland Fanatiker einfach nur klasse.

Es ist keine leichte Lektüre, die man eben so zwischendurch liest. Die Wirrungen in der Geschichte mit all ihren Protagonisten beansprucht den Leser. Alle Zusammenhänge und Personen sortiert zu bekommen, erfordert durchaus einiges an Konzentration.

Wie schon bei Band 1 findet man am Ende des Buches ein Personenverzeichnis. Hier werden die realen und fiktiven Personen nochmals aufgezählt und auch in Lautschrift ihre Namen angegeben. Bei den vielen gälischen Namen wirklich sehr gut.

Die Covergestaltung der Bücher finde ich auch mehr als gelungen
. So sehr wie Irland heute als lustig, aufgedreht, grün, farbenfroh und leichtlebig bekannt ist, spiegeln die Cover der Saga die düstere Entwicklung des Landes sehr gut wieder.

Dieser Roman weißt ein Hohes Maß an Professionalität auf. Kiera Brennan (alias Julia Kröhn) ist eine Meisterin ihres Fachs. Ich finde dieses Buch beweist einemal mehr, was das Autoren Leben doch für ein anstrengender und anspruchsvoller Beruf ist. Nicht das man sich einfach nur Geschichten ausdenkt, nein, Kiera lässt hier einen Epos entstehen der gigantisch ist. Stunden der Recherche bedarf es um so ein Werk zu schaffen. Ihr gebührt mein voller Respekt für dieses Werk.

Nicht nur historisches hat Kiera Brennan einfließen lassen, nein, in diesem Werk steckt auch eine gehörige Portion Psychologie.
Die Protagonisten werden an ihre Grenzen getrieben. Aber auch der Leser bleibt nicht unberührt. So durchlebt man mit Ascall den Kampf gegen sich selbst, seine Prinzipien, seiner Persönlichkeit und mit Tuan wie äußere Einflüsse, Ereignisse und Intrigen das eigene Ich angreifen und verändern.
Ich musste an einigen Stellen im Buch schlucken. Es hat mich mitgerissen, ich erwischte mich selbst dabei, wie meine dunkle Seite erwacht. So freute man sich, wenn plötzlich eine verhasste Person starb oder gequält wurde. Oh je, so bin ich doch eigentlich nicht. Oder doch?

Letztendlich kann ich sagen, dieses Buch ist ein Erlebnis. Vielen Dank Kiera für die gelungen Fortsetzung zu die Herren der grünen Insel.
Meine Leseempfehlung ist denke ich klar, fünf von fünf Kleeblättern.
☘☘☘☘☘






Sonntag, 28. Januar 2018

Harte Landung von Ellen Dunne

Schlagfertiger Krimi


Autor: Ellen Dunne
Veröffentlicht: 7.August 2017
Genre: Krimi
Seitenzahl: 441
Kauft das Buch: hier

Klappentext:
Patsy Logan, 38, deutsch-irische Kommissarin beim Münchner LKA, ermittelt in einem angesagten Online-Unternehmen. Schnell zieht der Fall immer weitere Kreise, der mediale und interne Druck ist enorm. Und auch Patsys Privatleben gerät zunehmend in Schieflage …
Carolin Höller, Top-Managerin bei der erfolgreichen Online-Tauschbörse Skiller, hat alles: Musterkarriere. Musterehe. Musterkinder. Bis man sie unterhalb ihres Bürofensters tot auffindet. Schnell ist klar: Sie ist nicht freiwillig gesprungen. Immer tiefer gräbt sich Patsy in Carolins Leben und die Strukturen von Skiller, stößt auf Lügengebäude und hohle Fassaden. Erst recht, als man sie ins Skiller-Hauptquartier nach Dublin schickt. Ausgerechnet in die Stadt, um die sie seit dem Selbstmord ihres Vaters einen großen Bogen macht. Kein gutes Omen. Und prompt überschlagen sich die Dinge …

Meine Meinung:
Ich bin begeistert und kann es kaum abwarten, wie es mit Patsy weiter geht.
Patsy war mir als Ermittlerin sofort sympathisch. Sie ist eine nicht ganz durchschaubare Frau, eine coole Ermittlerin und eine witzige Frau. Patsy ist so vielseitig, sie überzeugte mich mit ihrem schwarzen Humor, ihrer ab und an sarkastischen Art und dennoch wirkte sie an manchen Stellen des Buches so verletzlich, dass man sie am liebsten in den Arm nehmen mag und trösten möchte. Vielschichtig mag es wohl korrekt beschreiben. Ellen Dunne ist es gelungen eine für mich absolut authentische Person zu erschaffen.

Authentizität prägt die komplette Geschichte. Ich empfand das als sehr angenehm. Harte Landung ist ein Krimi mit Hand und Fuß, überhaupt nicht übertrieben und abgehoben. Viele Thriller oder Krimis sind oft nah am Rand zum unrealistischen. Hier hingegen ist alles sehr plausibel und vorstellbar. Ich konnte damit sehr gut ins Buch finden.

Den Schreibstil würde ich als flüssig locker beschreiben. Wenig Schachtelsätze, kurze prägnante Aussagen reihen sich aneinander. Durchzogen wird das Buch, mit Rückblenden auf verpasste Anrufe, Emails, Zeitungsartikel oder Sms.
Ellen Dunne greift ein aktuelles Thema in ihrem Buch auf. Arbeiten in der Online Branche. Nach Außen hin verkörpert der Konzern, die pure innovative, kreative Organisation. Hier ist sich jeder gut Freund und die positiven Vibes schwingen nur so von Büro zu Büro. Bussi, Bussi hier und Bussi, Bussi da.

Überhaupt habe ich dass Gefühl, dass unsere Gesellschaft sich das momentan so vorgaukelt, doch wenn man genau hinschaut, ist sich letztendlich jeder selbst der nächste und die ach so tolerante Gesellschaft nur ein Haufen voller Egoisten, die über Leichen gehen. Ich finde diesen Wandel erschreckend.
Ellen Dunne hat damit echt den Zahn der Zeit getroffen. Wer mehr über sie erfahren möchte, kann auf ihrer Homepage vorbei schauen. Folgt dem Link: hier.

Auf der Buchmesse 2017 durfte ich ein Interview mit Ellen führen, lest das Interview: hier.

Von mir gibt es eine ganz klare Leseempfehlung und 5 Kleeblätter. ☘☘☘☘☘


Mittwoch, 15. November 2017

Messebericht 2017

Und wehe wenn sie losgelassen....


Vom 10.10 bis zum 15.10.2017 war es wieder so weit. Die Frankfurter Buchmesse öffnete ihre Tore der Welt.
Gemeinsam mit Sonja von Sunshine Books und Ramona von Zantalias Büchertraummachten wir als Trio Infernale die Buchmesse für drei Tage unsicher.
Mädels hier schon mal ein großes Dankeschön an euch, es war mal wieder der Hammer, ganz großartig.

In diesem Jahr war ich besonders aufgeregt, denn ich hatte eine Akkreditierung beantragt und tatsächlich auch bekommen. Ein wirklich tolles Gefühl. Hochmotiviert, habe ich mir dann gleich Visitenkarten und eine Tasche bedrucken lassen.
Unser Bücherhobby macht so unglaublich viel Spaß. Aufgeregt wie eine kleines Kind ging es dann Mittwoch direkt los.

Dieser Tag hatte es auch mehr als in sich. Ich kann gar nicht sagen wie viele Kilometer wir da gelaufen sind, unglaublich viele. Ein Überblick musste her. Es gibt einfach zu viel zu sehen, zu entdecken, natürlich hat man seine Anlaufpunkte die immer sein müssen.
Mein persönliches 1. Highlight war ein kurzes Treffen mit Kiera Brennan (alias Julia Kröhn). Ich bin großer Fan von Julia Kröhn. Sie ist ein tolle, bewundernswerte Frau. Eine Inspiration, ein absolutes Schreibtalent. Auf dem Bild seht ihr wie happy ich war, ein Honigkuchenpferd ist nichts dagegen.
 

Tag eins diente also absolut zur Orientierung und das war auch nötig. Die Messe an einem Mittwoch zu besuchen, war herrlich. Es läuft wirklich gemütlich an und die Möglichkeit jeden Stand sehen zu können ist gegeben. Samstage und Sonntage sind toll, weil die meisten Autoren dann anwesend sind aber die Fachbesuchertage sind eben ein wenig entspannter.

Die meiste Zeit an allen Tagen habe ich gemeinsam mit meinen Mädels am Sternensand Verlags Stand verbracht. Die Gründer Corinne und Andreas Spörri sind einfach wunderbare Menschen. Sie leben ihren Verlag und das spürt man als Fan. Vielen Dank. Ebenso die Autoren des Sternensand Verlages sind klasse. Allen voran die unglaubliche Fanny Bechert. Also mit der kann man eine Gaudi haben, es ist unbeschreiblich.
Ein großes Dankeschön an euch drei! Ihr seid einfach klasse.
Schaut euch die Seite vom Sternensand Verlag an. HIER GEHTS LANG

Tag eins verging wie im Flug. Beendet haben wir ihn mit einem Gläschen Champagner, man gönnt sich ja sonst nichts.
Eindrücke Tag 1

 
 
 
 
 
Liza, ich, Ramona und Sonja am Sternsand Verlags Stand
 
 
Donnerstag war ich dann tatsächlich noch aufgeregter als Mittwoch. Warum? Ich durfte ein Interview mit der lieben Ellen Dunne führen.
Lest das Interview: hier.
Die Homepage von Ellen findet ihr: hier.

 
 
 
 
 

Auch dieses Interview war schwupps vorbei und der nächste unvergessliche Moment wartete schon auf mich.

Ich ergatterte mir ein Selfie und ein Autogramm von Sebastian Fitzek. Ich weiß ich wiederhole mich, aber ich habe selten so einen netten, immer lächelnden, freundlichen und zugänglichen Autoren getroffen, wie ihn. Er hält stundenlang Autogrammstunden ab, ist bereit mit jedem ein Selfie zu machen und dabei ist er immer freundlich.

Mein Herz hat ganz schön gepocht bei dem Bild und da wir hier ja unter uns sind, der Mann riecht so gut, wahnsinn :-)

 
Eindrücke Tag 2


 
Freitag unser letzter Tag auf der Messe begann mit einem Blogger-Treffen, bei der Verlagsgruppe Droemer Knaur*.
 Auf dem Podium stellten uns Liza Grimm, Mona Kasten und Markus Heitz ihre neusten Werke vor. Ebenfalls bekamen wir einen Einblick in die Neuerscheinungen des kommenden Jahres. Diese Veranstaltung war sehr interessant und amüsant. An Markus Heitz ist ein wahrer Entertainer verloren gegangen. Wir haben viel gelacht.






        

Eigentlich habe ich schon an Tag eins beschlossen, ich muss aufhören mit den Spontankäufen. Naja was soll ich sagen es hat prächtig funktioniert, wie ihr hier auf dem Bild sehen könnt. Aber genau diese Spontankäufe brachte eben unvergessliche Momente. So begegnete ich der nette Ivy A. Paul, ihr Buch: Der Tote im Whiskey-Fass musste mit!
 Auch die Begegnung und Gespräche mit Dennis Frey waren toll. Sein Buch Fremder Himmel durfte mich auch mit nach Hause begleiten.

Da Freitag unser letzter Tag war, herrschte schon Abschiedsschmerz. Abschiedsschmerz von all den lieben Leute, den tollen Verlagen, den irren Eindrücken und ja den liebe Freundinnen, die Samstag wieder ihre Heimreise angetreten haben.
Bei Schmerz braucht man Trost also habe ich mich tatsächlich nochmal in einen Warteschlange gestellt und zwar um Sebastian Fitzeks Gesellschaftsspiel, Safe House, zu kaufen und auch dieses wurde natürlich signiert.
Ich kann nur sagen und wehe wenn sie losgelassen werden, die irren Buch-Fans.
Vielen Dank an alle die, die auch diese Messe wieder unvergesslich gemacht haben.
Besonders die liebe Sonja, Ramona, Fanny, Liza, Melanie von Drachengeschichten & Nordlichter, der Sternensand Verlag mit Corinne und Andi, Kiera Brennan, Ellen Dunne und Sebastian Fitzek.
Eindrücke Tag 3





Bis bald ihr Lieben :-)



Mittwoch, 1. November 2017

Blutzeuge von Tess Gerritsen

Rizzoli und Isles ermitteln in ihrem 12.Fall


Autor: Tess Gerritsen
Verlag: Limes Verlag
Veröffentlicht: 20.11.2017
Genre: Thriller
Seitenzahl: 416
Kauft das Buch: hier

Klappentext:

Sie haben das Böse gesehen – und er lässt sie mit ihrem Blut zahlen.

In Boston wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – in der offenen Handfläche liegen ihre Augäpfel. Die Verstümmelung geschah post mortem, wie bei der Obduktion eindeutig festgestellt wird. Doch die genaue Todesursache bleibt unklar. Kurze Zeit später taucht die Leiche eines Mannes auf – Pfeile ragen aus seinem Brustkorb, die ebenfalls erst nach seinem Tod dort platziert wurden. Beide wurden Opfer desselben Täters, ansonsten scheint es keine Verbindung zwischen ihnen zu geben. Detective Jane Rizzoli von der Bostoner Polizei steht vor einem Rätsel, bis eine Spur sie zu einem Jahrzehnte zurückliegenden Fall von Misshandlungen in einem katholischen Kinderhort führt ...

Meine Meinung:

Es war mir eine große Freude, das Buch für das Netgalley Portal vorab lesen zu dürfen. Vielen Dank an das Team.

Ich muss gestehen es war mein erster Rizzoli und Isles Roman.
Rizzoli und Isles sind ein Ermittlerduo aus Boston. Jane Rizzoli, Detective und Maura Isles, Pathologin.
Die beiden waren mir durch die Fernsehserie bereits bekannt, doch gelesen habe ich noch keinen ihrer Fälle.
Ich bin froh diesen hier gelesen zu haben und bin mir ebenfalls sicher, auch alle weiteren noch zu lesen.

Dieser Thriller hat alles was es für mich braucht um ein richtig guter zu sein.
Es beginnt mit einem absolut widerlichen Mord. Offensichtlich scheint die Todesursache klar, doch dem ist nicht so. Die Pathologin muss lange rätseln, um die eigentliche Todesursache zu finden. Das hält die Spannung aufrecht.
Der Kitzel beginnt mit der zweiten Leiche. Ebenfalls keine 0815 Mord. Jetzt wird es richtig mysteriös, denn Maura entdeckt einen Zusammenhang, der sie auch privat nicht loslassen wird.
Es ist schwer das Buch noch näher zu beschreiben, denn ich möchte den Lesern auf keinen Fall die Spannung nehmen.
Durchweg bleibt der Spannungsbogen erhalten. Parallel zu den Ermittlungskapiteln, gibt es Kapitel die von Holly (einer Protagonistin) erzählt werden. Ihre Rolle in diesem Spiel, bleibt lange unklar.
Auch das gehört für mich zu einem guten Thriller. Ich will ja mit rätseln und wenn eben solche unklaren Rollen auftauchen, macht mich das nur umso neugieriger.

Tess Gerritsen hat ein weiteres spannungsreiches, erschreckendes und verrücktes Kapitel im Leben von Rizzoli und Isles geöffnet.
Sie hat es geschafft mir die beiden Damen so nahe zu bringen, dass ich auch hier neugierig geworden bin. Ich möchte nicht nur ihre anderen Fälle lesen, nein, ich möchte auch die beiden besser kennenlernen. In diesem Buch wird klar, das jede von ihnen auch schon einiges erlebt hat. Es war deutlich raus zu lesen, dass Tess Gerritsen, darauf bedacht ist, dass ihre Protagonisten sich weiter entwickeln.
Ich bin mehr als neugierig geworden.

Am 20.11.17 erscheint das Buch. Für alle Rizzoli und Isles Fans, wage ich zu behaupten, es ist ein weiterer genialer Fall, der zwölfte mittlerweile. Für alle anderen hoffe ich, dass ihr neugierig geworden seid. Ich kann euch diesen Thriller nur wärmstens empfehlen.

5 von 5 Kleeblättern. ☘☘☘☘☘


Mittwoch, 25. Oktober 2017

Interview mit Ellen Dunne

Super süß wie Birnen Cider!

Ein Interview mit Ellen Dunne auf der Frankfurter Buchmesse 2017!


Ihr könnt euch nicht vorstellen wie nervös ich war.
Mein aller erstes Interview für meinen Blog und für euch, das wollte ich natürlich gut machen.
Auf Ellen wurde ich durch Facebook aufmerksam. Wir haben ein paar mal geschrieben und schnell unsere gemeinsame Liebe zu Irland entdeckt.
Ellen veranstaltete eine Live Lesung über ihre Facebook Seite, diese findet ihr hier: zur Lesung
Danach war mir klar, ich muss ihr neues Buch, Harte Landung lesen. Es handelt sich um einen Kriminalroman, der zum Teil auch in Dublin spielt.
Ihr kennt mich Krimi und Thriller Fan und dann auch noch in Irland….
Schließlich wurde ich ganz mutig und habe Ellen gefragt, ob sie denn ein Interview mit mir machen würde. Ich wollte einfach mehr über diese im Internet so sympathische Frau erfahren.
Ellen stimmte sofort zu und schnell war ein Termin gefunden.
Im Internet mit jemand zu schreiben ist wirklich anders, als demjenigen dann leibhaftig gegenüber zu sitzen. Ihr war plötzlich so nervös, unglaublich.
Doch nun genug von mir. Hier das Interview mit Ellen Dunne. Viel Spaß!!!


Steffie: Kannst du in drei kurzen Sätzen beschreiben, wer ist Ellen Dunne, einfach für die Leser, die dich noch nicht kennen.
Ellen: Ich bin Österreicherin. Seit 2004 lebe ich mit Unterbrechung in Irland. Und ja, ich habe eine große Leidenschaft für Irland - und für das Schreiben natürlich.

Steffie: Ich habe auf deiner Homepage gelesen, dass du als Jugendliche schon geschrieben hast, aber alles in der Schublade ist.
(Ellen schmunzelt)
Ellen: Ja das stimmt, alles was ich zwischen 12 und 17 geschrieben habe, liegt zu Recht in der Schublade.
Aber die erste Version von meinem ersten Roman »Wie du mir« habe ich mit 17 begonnen. Der erschien letztendlich 2011 bei einem kleinen Verlag. Ich habe nur immer und immer wieder umgeschrieben, bis die Geschichte gut genug war.

Steffie: Was hast du denn so gelesen, als du Jugendliche warst? Hat dich da was besonders inspiriert oder hast du Querbeet gelesen?
Ellen: ALLES! Mit 14 habe ich viel Stephen King und anderen Horror gelesen aber auch viel zeitgenössische Literatur, gar nicht so viel Spannungsromane oder Krimis.

Steffie: Du lebst in Irland. Wie kam es zu dieser Irland Liebe?
Ellen: Ich hatte mit 16 einen Film im Kino gesehen. Darin ging es um den nordirischen Konflikt. Ich fand den Film wahnsinnig beeindruckend und wollte danach alles über das Thema wissen. Dann habe ich darüber gelesen, gelesen, gelesen. Mein Interesse an Irland als Land kam erst nach.

Steffie: Das wäre dann auch meine nächste Frage gewesen wie kam es zu dem politischen Interesse?
Ellen: Eben durch diesen Film, den ich erwähnt habe. Der hieß im Namen des Vaters.
Vielleicht wäre es – mein Interesse an Irland später anders ausgelöst worden, aber ja der eigentliche Auslöser war dieser Film.

 Steffie: Was genau fasziniert dich so sehr, an dem Nordirlandkonflikt?

Ellen: Die Einzelschicksale. Im Namen des Vater hatte genau das zum Thema, wie ein politisches System die Leben von normalen Menschen ruiniert. Das hat mich schon immer interessiert. Was macht ein brutales System mit normalen Menschen.
Ich verfolge den Konflikt immer noch. Er ist ja eigentlich kein Konflikt mehr, ein sogenannter Friedensprozess, der schon weit fortgeschritten ist. Ich verfolge ihn immer noch, gerade auch seit dem Brexit-Referendum. Die nordirische Zukunft ist dadurch unsicherer.

Steffie: Bist du mal konfrontiert worden. Also warst du mal in Nordirland, standest du auch mal an der Grenze und hast die Uniformierten gesehen?

Ellen: Nur eine kleine Anekdote. 2003 waren mein Mann und ich im Sommer in Nordirland. Es war Marching Season, in der Märsche mit Kapellen der protestantischen Bevölkerung stattfinden, und Teile der katholischen Bevölkerung dagegen protestieren. Man konnte die Spannung spüren. Wir waren im Osten von Belfast und mein Mann, schoss ein Foto von einem Mauer Gemälde. Plötzlich kam ein Mann aus einem Pub gelaufen und sprach meinen Mann an: warum er da ein Foto machte? Wir mussten ihm dann erklären, dass wir aus Österreich kommen und nur Touristen sind, dann war alles wieder in Ordnung. Aber man kann Belfast als Tourist bedenkenlos besuchen.

Steffie: Jetzt wollte ich mal wieder so ein wenig auf die Bücher zurück kommen und fragen, gibt es für dich irgendwelche literarischen Vorbilder?
Ellen: Ich lese sehr gerne allgemeine Literatur. Meine Favoriten wechseln. Alice Munro, Arundhati Roy und im Augenblick begeistert mich Elena Ferrante. Aber auch die Österreicher Arno Geiger, Robert Seethaler und Eva Menasse mag ich sehr.
Im Bereich Spannung lese ich gerne die angelsächsischen Autor/innen, weil sie es so gut verstehen, Spannung, Düsternis und Witz zu verbinden. Derzeitige Favoriten sind hier klar Adrian McKinty mit seiner Sean Duffy-Reihe und Tana Frenchs Dublin Murder Squad Reihe, aber auch die Jackson Brodie-Serie von Kate Atkinson. Bei den deutschsprachigen Spannungsautoren mag ich sehr gerne Friedrich Ani, Simone Buchholz und Oliver Bottini.

Steffie: Kommen wir zu Patsy zurück. Ich habe mir ja die Klappentexte von deinen anderen Büchern durchgelesen und dachte mir, IRA Konflikt, das ist schon alles recht düster. Von Patsy hast du in deiner Lesung sehr fröhlich erzählt. Ist das dann ein netterer Krimi, wenn man das so sagen darf, oder wie kam sie so in deinen Kopf? Oder treffen wir da auch wieder auf politische Konflikte?
Ellen: Nicht auf klassisch politische Konflikte, nein. Ich würde aber nicht sagen, dass es netter ist. Das Setting der Geschichte ist vordergründiger heiterer. In der Online Branche wird sehr viel Wert darauf gelegt, dass alle freundlich miteinander umgehen. Fröhliche Feste, schöne Farben, tolle Büros…. Es ist eine nach außen hin sehr leichte Branche. Sie ist aber knallhart. Die Abgründe sind nur gut versteckt. Patsy ist auch eine die das Leben nicht so ernst nimmt. Sie versucht auch schlimme Dinge etwas leichter zu nehmen und das zieht sich durch das Buch.

Steffie: Hat dir das geholfen, dass du in Irland lebst, um sie zu erschaffen?
Ellen: Natürlich ja. Ich glaub das ist so ein Zwischending. Sie vereint für mich deutsche und irische Tugenden. Ich habe ja auch zwei Jahre in Deutschland gelebt. Patsy ist diese Mischung aus Erfahrungen, die ich in beiden Ländern gemacht habe. Sie ist sehr gewissenhaft aber nimmt vieles doch leicht. Sie ist eine Mischung aus Deutschland und Irland.

Steffie: Ist abzusehen wie viele Fälle sie haben wird?
Ellen: Gerade arbeite ich am zweiten Fall. Er erscheint im Herbst 2018
Für das dritte habe ich eine Story im Kopf, danach sehen wir weiter. Die Reihe ist sehr stark an Patsy persönlich gebunden. So lange ihre Geschichte interessant bleibt, wird es wohl weitergehen.

Steffie: Jetzt habe ich eigentlich nur noch eine allerletzte Frage. Zu sehr wollte ich dich ja nun auch nicht bombardieren mit Fragen und wollte noch was witziges zum Abschluss haben.
Du lebst jetzt schon so lange in Irland, wenn du dich mit einem irischen Getränk beschreiben könntest, welches wärst du?
Ellen: (nach längerem Überlegen). Ich würde sagen, Birnen Cider. Bulmers Pear. Süß und leicht zu trinken und haut dann doch richtig rein.

Beide müssen wir herzlich lachen. Ja das Interview ist schon vorbei und ich sage auch an dieser Stelle noch einmal herzlichen Dank, liebe Ellen. Es hat unglaublich Spaß gemacht. Thanks a million (wie die guten Iren sagen) für die Zeit mit dir. Ich bin mehr als gespannt darauf Patsy kennenzulernen.

Ich hoffe euch hat das Interview auch gefallen. Für alle die neugierig geworden sind hier die Links wie ihr mehr über Ellen und ihr Bücher erfahren könnt:
Homepage: Hier lang
Facebook: Hier lang
Die liebe Ellen hat mir auch ein Buch für euch signiert.

Gewinnt es auf meiner Facebook Seite. Hier geht’slang!!!

☘☘☘☘☘

Sonntag, 22. Oktober 2017

Der Schwarze Thron 2 - Die Königin

Geboren um zu sterben



Autor: Kendare Blake
Verlag: Penhaligon Verlag
Veröffentlicht: 25.9.2017
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 512
Kauft das Buch: hier

Klappentext:


Drei Schwestern. Drei magische Talente. Nur eine Krone.
Mirabella, Katharine und Arsinoe sind Drillinge, jede eine Anwärterin auf den Thron der Insel Fennbirn. Ihr Reich verlangt nach einer neuen Königin – doch damit eine von ihnen die Herrschaft erlangen kann, muss sie ihre beiden Schwestern eigenhändig töten. Der Kampf um den Thron ist längst entbrannt, und jede Königin muss sich entscheiden, ob sie leben oder sterben will. Doch während zwei von ihnen noch gegen ihre Bestimmung rebellieren, schreckt die Dritte auf dem Weg zur Krone vor nichts zurück.

Meine Meinung:

Vielen Dank an das Bloggerportal, dass ich für euch wieder lesen und rezensieren darf.
In meiner Rezension zu Band 1 – Die Schwestern, erwähnte ich dass, das Buch in einem grandiosen Finale endet. Dem ist ja nicht so, da der eigentliche Kampf um den Thron bzw. die Krone jetzt in Band 2 erst richtig ausbricht.
Kendare Blake ist es hier in ihrer Fortsetzung gelungen, die Spannung noch weiter zu steigern. Sie lässt die Charaktere in einen spannenden Kampf um Leben und Tod, bis aufs äußerste kämpfen.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, ist dass alle drei Schwestern in Band zwei eine weitere Verwandlung ihrer Persönlichkeit erleben. Denkt man in Band 1 die Schwestern zu kennen, wird man in Band zwei eines besseren belehrt.
Im Grunde gibt es drei Lager in dem Kampf um die Krone. Zu jeder Schwester gehört ein Volk und deren Berater. Hier im Finale verschwimmen die Grenzen. Es werden noch mehr Intrigen aufgedeckt und dies hält die Spannung im Buch aufrecht.
Ich für mich würde sagen, es ist notwendig die beiden Bände nicht zu lange getrennt von einander zu lesen. Es spielen so viele Personen mit, dass es schwer ist alle dem richtigen Lager zu zuteilen. Was in Band 2 dann nochmals schwieriger wird.

Ansonsten ließt es sich sehr flüssig. Der Autorin gelingt es durch Witz, die Geschichte nicht ganz so brutal wirken zu lassen. Arsinoe z.B. ist ein Paradebeispiel für schwarzen Humor. Das hat mir in Band 2 sehr gut gefallen.
Die Story an sich ist ja sehr brutal. So ist es der Auftrag einer jeden Schwester die anderen beiden zu töten um an die Krone zu gelangen.

Wie es letztendlich endet bleibt lange verborgen und das ist auch gut so. Die Spannung hält sich bis zum Schluss.
Ich finde Kendare Blake hat hier eine tolle Fantasy Dilogie geschaffen. Eine interessante Welt ist da auf der Insel Fenbirnn entstanden. Schwestern aus dem Volk der Giftmischer, der Naturbegabten und der Elementwandler, im erbitterten Kampf um die Krone und somit der Herrschaft der Insel.

Ich vergebe gerne wieder vier von fünf Kleeblättern. ☘☘☘☘